Zahnarzt / Arzt Dr. Lindauer

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Zähne und Demenz

Demenz – auch abhängig von der Zahl der eigenen Zähne ?

Die Geriatrische Fachklinik in Neuburg / Donau hat eine Studie bei über 1000 Patienten erstellt.

Die Fragestellung dabei war: haben Nichtdemente mehr Zähne als gleichaltrige Alzheimer-Patienten?

Das Ergebnis: Patienten mit schwerer Alzheimer-Demenz haben im Mittel lediglich 0,2 Zähne. Patienten mit leichter Alzheimer-Symptomatik hatten 1,5 Zähne. Die Gleichaltrigen Nichtdementen der Kontrollgruppe hatten im Mittel noch 4,7 Zähne.

Mit aller gebotenen Vorsicht ziehen die Neuburger Klinikärzte folgenden Schluss:

  • Patienten ohne Alzheimer hatten in ihrer Studie 20-mal mehr Zähne als gleichaltrige Patienten mit schwerer Alzheimer-Demenz. Damit könnte erstmalig das Vorhanden zahlreichen Zähnen im Alter als ein Schutzfaktor von Alzheimer-Demenz identifiziert werden. Umgekehrt war Zahnlosigkeit ein eigenständiger Risikofaktor für eine Alzheimer-Demenz, nicht aber für eine Demenz aufgrund von Hirndurchblutungsstörungen oder einen Hirnschlag.
  • Der Zusammenhang von zuckerreichen Ernährung und Zahnkaries ist wissenschaftlich gesichert. Deshalb sind möglicherweise die noch erhaltenen Zähne der Nichtdementen eine Art „ Langzeitgedächtnis“ für eine Lebenslange gesündere Ernährungsweise, die eventuell vor Alzheimer schützt.

Nachzulesen: Euro.JGer Vol. 8 (2006) No. 3

Typisches Stress-Symptom

Immer mehr Knirschen

Knirschen, reiben, zusammenpressen: Stress wird sich nach Einschätzung der Deutscher Zahnärzte bei immer mehr Patienten auch auf das Gebiss aus. Das ist schlecht für den Kiefer. Betroffen sind immer mehr Frauen.

Jeder Zehnte in den Zahnarztpraxen knirsche bereits mit den Zähnen – vor allem Frauen, heißt es im jüngsten statistischen Jahrbuch der Bundes- zahnärztekammer. Damit komme das Knirschen, oft ungewollt im Schlaf, deutlich häufiger vor als früher, teilten die Zahnärzte mit. Es kann den Kiefer schädigen.

Für ihre Analyse hat die Kammer rund 1600 Zahnärzte befragt. 80 % von ihnen beobachteten eine Zunahme der „Knirscher“: Bei Frauen waren es bis zu 15 % der Patienten, bei Männern bis zu 10 %. Ein Zahnarzt kann am Abrieb der Backenszähne sehen, ob ein Patient ein nächtlicher Dauer-Knirscher ist oder nur ab und zu ungewollt die Zähne aufeinander presst.

Besonders betroffen vom Knirschen sind nach der Analyse der Zahnärzte die 30- bis 45 jährigen. Heftiges und lang anhaltendes Knirschen gilt als Krankheitsbild, das vor allem psychosomatisch und Stress bedingt ist. Es kann eine wesentliche Ursache für Funktionsstörungen der Kiefergelenke sein. Patienten können den Mund dann manchmal nicht mehr vollständig öffnen. Im schlimmsten Fall können sich auch Geräusche im Ohr (Tinnitus) entwickeln.

Quelle: dpa

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